Bilhorod-Dnistrovskyi kann man während eines Urlaubs in Odesa oder Zatoka besuchen oder auf der Reise nach Bulgarien, Griechenland usw. Die Einheimischen nennen die Stadt noch bei ihrem alten Namen Akkerman. Die Stadt selbst ist nichts Besonderes, aber in der Umgebung gibt es etliche interessante Orte.

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Bilhorod-Dnistrovskyi und Zatoka

  • Das Dorf Kulevcha und die Kirche des heiligen Nikolaus des Wundertäters
  • Die Quelle des heiligen Johannes von Suceava
  • Die Festung Akkerman
  • Das Weingut Shabo
  • Uferpromenade und Strandpromenade von Zatoka
  • Der Strand von Sanzhejka
Karte der Sehenswürdigkeiten von Akkerman (Bilhorod-Dnistrovskyi)

Unser Hauptziel war der Besuch eines für seine Wunder so berühmten Ortes – des Dorfes Kulevcha, eines echten Wallfahrtsortes!

Das Dorf Kulevcha und die Kirche des heiligen Nikolaus des Wundertäters sind schon lange für ihre Wunder bekannt

Vor etwa 10 Jahren war das eine gewöhnliche Kirche in einem gewöhnlichen Dorf. Heute kommen Menschen von überallher, voller Glauben und in der Hoffnung auf Heilung von Krankheiten! Im Internet findet man leicht den Gottesdienstplan der Kirche. Meistens finden die Gottesdienste freitags, samstags und sonntags um 8 Uhr morgens statt. Man sollte sich aber lieber noch genauer erkundigen. Die Kirche ist nicht groß, wenn ihr also an einem hohen Feiertag hineinwollt, rechnet während des gesamten Gottesdienstes – 3 bis 5 Stunden – mit „Ellbogenkämpfen“… Wir waren an einem ganz normalen Sonntag da, und es waren wirklich seeehr viele Leute. Am besten kommt man früh, gegen 7:00–7:30 Uhr, und kann in Ruhe alle Kerzen aufstellen. Oder man macht das nach dem Gottesdienst, dann dauert es aber viel länger… Denn alle wollen die myronspendenden Ikonen küssen und den Heiligen Kerzen anzünden. Zur allgemeinen Verehrung sind das myronspendende Golgotha-Kreuz des Erlösers, die Ikone der Kasaner Gottesmutter (bei der sogar völlig vertrocknete Lilien wieder aufblühen) und der Abdruck der Ikone des Heilers Panteleimon und des Georg des Siegreichen auf gewöhnlichem Glas ausgestellt. Etwa 5 weitere Ikonen werden nach dem Gottesdienst zur Verehrung herausgetragen, darunter auch die Ikone der Iberischen Gottesmutter.

Was tut man in der Kirche und wie verhält man sich richtig?

Am Vorabend des Besuchs sollte man beten. Am Sonntagmorgen isst man vor dem Gottesdienst nichts. Nach dem Gottesdienst beichtet man beim Pfarrer und bittet um Vergebung für alle absichtlichen und unabsichtlichen Sünden, für Fluchen usw. Danach empfängt man die Kommunion. Im Grunde muss man einfach aufmerksam auf die anderen achten, dann ist alles klar, was man wie richtig macht. Am Golgotha-Kreuz des Erlösers kann man Gegenstände von nahestehenden Menschen anlegen, denen man helfen möchte. Wichtig ist, dass sie diese danach am Körper tragen. Außerdem kann man einen Zettel mit einer Bitte schreiben und in den Spalt der Ikone der Kasaner Gottesmutter stecken. Man kann auch einen Bittgottesdienst für die Gesundheit von sich selbst und den Angehörigen bestellen. Dafür liegen am Eingang Zettel und Stifte bereit. Man muss pro Zeile einen Namen eintragen. Das Wichtigste bei einem Besuch von Kraftorten ist der Glaube! Man muss glauben, dann geschieht ganz sicher ein Wunder!!!

Wie kommt man zur Kirche in Kulevcha?

Am Vorabend kann man sich in Zatoka oder in der Stadt Bilhorod-Dnistrovskyi einquartieren. Natürlich besser in der Stadt, dann ist die Fahrt kürzer. Von Akkerman sind es etwa eine Stunde Fahrt bis zur Kirche. Parkplätze gibt es überall an der Kirche. In das Dorf gelangt man nur über die auf der Karte unten eingezeichnete Straße. Die durchgestrichene Straße hat einen Asphalt voller Löcher wie ein Sieb… Alle fahren einfach auf dem Weg über das Feld außen herum…

Anfahrtskarte nach Kulevcha ab Bilhorod-Dnistrovskyi

Die Quelle des Großmärtyrers Johannes von Suceava – ein Wallfahrtsort

Nach dem Gottesdienst in der Kirche kann man zur Quelle des heiligen Johannes von Suceava fahren. Sie ist von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Hier kann man ganz ins Wasser eintauchen und Heilwasser abfüllen. Vergesst nicht, Behälter für das Wasser mitzubringen. Die Zufahrt zur Quelle erinnert eher an die Einfahrt zu einer Müllkippe oder etwas Ähnliches… Aber es gibt nur eine Straße, wie das Navi zeigt, man kann sich also nicht verfahren.

Es gibt Badehäuschen nach dem Motto „aus dem gebaut, was da war“, aber auch völlig zivilisierte mit einem soliden Gebäude. Wasser kann man an dem Hahn abfüllen, der auf dem Hof allgemein zugänglich ist; es gibt nur diesen einen, ihr könnt ihn nicht verwechseln)

Für den Besuch braucht man ab 15 Minuten, alles Weitere hängt von euch ab.

Die Schranke an der Zufahrt zur Quelle des Johannes von Suceava
Die Quelle des Johannes von Suceava
Wohl die Sommervariante)

Am selben Tag schafft man noch einen weiteren Ort: entweder die Festung Akkerman oder das Weingut Shabo. Das ist ganz euch überlassen.

Die Festung Akkerman – ein recht großes und gut erhaltenes historisches Denkmal

Wer noch nie Festungen besucht hat, zum Beispiel die Festung Sudak auf der Krim, sollte sie unbedingt von außen und von innen ansehen. Der Eintritt kostet wohl 80 UAH pro Person. Wir sind nicht hineingegangen, denn im Grunde gibt es dort nichts zu sehen, und von den Festungsmauern aus hat man ganz gewöhnliche Ausblicke. Man kann die Festung seitlich umrunden und von der Wasserseite aus hineingehen. Dazu geht man am Parkplatz entlang, steigt links hinunter zum Wasser und kommt zum Anleger. Genauer gesagt kann man sogar bis zum Anleger fahren und dort parken. Alle Parkplätze sind kostenlos.

Die Festung Akkerman von oben
Mauern, Turm und Graben der Festung Akkerman
Die Festung Akkerman, Blick vom Anleger

Das Weingut Shabo – Führungen und Verkostungen

Noch ein Ort, den man besuchen kann, wenn man noch nirgends war… In der Form, in der alles präsentiert wurde, hat es uns nicht gefallen. Einige neue Informationen haben wir aber doch mitgenommen. Allerdings mussten wir dem Guide die Informationen mit Fragen aus der Nase ziehen; zum Glück war es eine VIP-Führung, und er konnte uns nicht ausweichen)

Wenn man zu einer Führung auf ein Weingut fährt, will man auf keinen Fall in einem historischen Museum mit langweiligen Vorträgen und zwei Filmen landen… Aber genau so verlief leider unsere Führung… Wir waren nach der Führung erschöpfter als nach 5 Stunden Gottesdienst in der Kirche) Dabei dauerte die Führung etwa 2 Stunden und mit ständigem Ortswechsel über das Gelände.

Die Führung findet dreimal am Tag statt. Der späteste Beginn der Abendführung ist 16:00 Uhr. Vorher muss man unbedingt unter den auf der offiziellen Website von Shabo angegebenen Nummern anrufen. Der VIP-Preis beträgt 900 UAH pro Person – das ist eine Einzelführung mit Verkostung der Grand-Reserve-Weine und einem persönlichen Besuch der Sektproduktion. Die Standardführung mit Verkostung kostet etwa 350 UAH pro Person. Sie umfasst einfache Weine nach vereinfachter Technologie, und die Sektabteilung wird nicht besucht. Und natürlich ist man dabei in einer Gruppe mit mehreren Leuten.

Mit anderen Worten: Extra hierher zu fahren lohnt sich nicht! Weder Weinqualität noch neue Informationen… Übrigens ist Shabo auf Cognac spezialisiert, bei der Verkostung gab es ihn aber merkwürdigerweise nicht.

Die Preise im Laden auf dem Weingut – glaubt ihr, sie sind niedriger als im Internet??? – NEIN! Wie überrascht waren wir, als wir feststellten, dass der Wein, den wir auf dem Weingut gekauft hatten, im Online-Shop Rozetka 20 UAH weniger kostet))) Auch hier hat Shabo also einen Patzer…

Alle Weine bei der Verkostung hatten ein herrliches Aroma, da gibt es nichts zu meckern. Aber wie war es mit dem Geschmack? Das ist ein Rätsel – meistens Säuerliches… Alle ähneln einander… Und das, obwohl wir sozusagen Eliteweine probiert haben. Was soll man dann erst über die einfachen sagen? Wir haben früher das Weingut Solnechnaya Dolina (Sonnental) besucht. Geschmacklich sind sie sich irgendwie ähnlich) Mit Massandra und Inkerman (aber nur der Abfüllung aus Sewastopol) ist das nicht zu vergleichen. Die Weine von Shabo sind ziemlich gut, aber definitiv kein VIP-Niveau. Trinken kann man sie, aber der Wow-Effekt fehlt( Wir empfehlen sie ganz sicher nicht. Die Dessertweine von Massandra und die Tischweine von Inkerman dagegen sind eure Aufmerksamkeit wert! Allerdings waren wir vor etwa 5 Jahren bei Massandra und Inkerman) Wie es 2021 um die Qualität ihrer Weine steht, wissen wir nicht.

Die Ausrüstung von Shabo ist wirklich beeindruckend. Doch wenn man zuhört: Rebstöcke – Italien, Ausrüstung – Italien, Frankreich, Hefe – Italien, Frankreich usw. Und was ist bitte von uns? Schade(

Und noch ein paar Worte zur Käserei neben dem Weingut Shabo – Europäische Käserei

Mit Shabo haben sie nichts zu tun. Sie haben sich dort eher wie Blutegel angesiedelt. Die Qualität der Käse entspricht nicht den angegebenen Preisen. Alle Käse schmecken gleich und unterscheiden sich nur durch das Aroma. Geschmacklich ähneln sie Sulguni und Mozzarella. Der alte Käse schmeckt einfach alt und nicht nach einer gereiften Sorte( Auf der Verpackung steht – Produktion Oblast Sumy – wie bitte soll das gehen??? Als Haltbarkeit sind 2 Monate angegeben. Der Käse, den wir genommen haben, lagerte schon etwa einen Monat. Wo denn??? Das ist doch eine Käserei, da müsste alles frisch verpackt sein. Dabei kosten sie 300–500 UAH pro kg. Das Niveau reicht glatt an holländischen Gouda heran)))

Weinverkostung bei Shabo
Das Weingut Shabo
Die Kapazitäten von Shabo sind beeindruckend

Uferpromenade und Strandpromenade von Zatoka – rund 12 km gepflegte Uferpromenade zum Spazieren am Wasser

Von Grün und Vegetation kann hier keine Rede sein. Aber die Meeresluft und das Rauschen des Wassers locken) Ein abendlicher Spaziergang im Sommer ist hier ganz nett. Man könnte ihn also empfehlen, wenn… die Preise nicht in den Himmel getrieben wären))) Im Grunde ist es dieselbe Arabat-Nehrung (Schtschaslywzewe) oder Kyrylivka, nur zu Preisen wie im europäischen Urlaub) Eigentlich ist Zatoka eine Kopie der Arabat-Nehrung, nur dass dort das Asowsche Meer ist und hier das Schwarze))) Und die Uferpromenade ist hier etwas besser.

Karte von Zatoka
Der Strandstreifen von Zatoka
Die Promenade von Zatoka

Karolino-Buhaz ist dasselbe wie Zatoka. Ein weiterer bekannter Ort, etwas weiter weg, ist Hryboivka. Da ist wirklich nichts los. Ein paar Häuschen am Wasser. Nichts Ungewöhnliches und schon gar nichts Besonderes) Der nächste Badeort dagegen ist wenigstens ungewöhnlich!

Sanzhejka – das lokale Tarchankut (Atlesch)!

Dieser Ort verdient eure Aufmerksamkeit. Er hebt sich in Aussicht und Einzigartigkeit deutlich von allen Orten in der Nähe ab) Am einfachsten wohnt man natürlich direkt am Zugang zum Strand, oder man kommt mit dem Auto, parkt und geht zu Fuß weiter am Strand entlang. Parkplätze gibt es reichlich, und alle sind kostenlos. Der Abstieg zum Strand ist natürlich von zweifelhafter Qualität und kann sich nach einem kräftigen Regen ordentlich verschlechtern… Es gibt wohl noch andere Abstiege, aber wir waren an dem einen, der auf der Karte unten eingezeichnet ist))) Schon allein um diesen ungewöhnlichen Ort zu sehen, lohnt sich die Fahrt hierher. Unten kann man sich sowohl gut sonnen als auch am Abend am Wasser entlangspazieren!

Karte eines der Abstiege zum Strand von Sanzhejka
Abstieg zum Strand und Parkplatz oben
Blick von oben auf den Strand von Sanzhejka
Der Strand von Sanzhejka, Blick von unten
Sanzhejka – herrlicher Strand und Promenade
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