Ölüdeniz – was gibt es zu sehen:
- Strand Blaue Lagune
- Der Lykische Weg
- Der Berg Babadağ und ein Paragliding-Flug
- Die Stadt Fethiye
- Das Schmetterlingstal (Dorf Faralya, Strand Kelebekler Vadisi)
- Der Strand Kaputaş
- Die antiken Städte Demre, Myra, Kekova
- Pamukkale
Ölüdeniz ist der schönste Ort der Türkei, den wir besucht haben. Alle fahren in die Region Kemer und Antalya, weil dort die Infrastruktur besser entwickelt ist und die Hotelpreise niedriger sind. Aber wer eine schöne Natur sucht, muss in die Region Marmaris und Fethiye fahren. Genauer gesagt in die Orte Turunç, İçmeler beziehungsweise Ölüdeniz. In den großen Städten gibt es keine entspannte Natur, in diesen Orten dagegen im Überfluss!
Tipps für Ölüdeniz
Auf der Karte unten sind die Besonderheiten der Region markiert, die zu Fuß erreichbar sind, oder die Richtungen angegeben, in die man weiterfährt:
A – Busbahnhof und Beginn der Hauptstraße, über die die Verbindung in andere Städte läuft, insbesondere nach Fethiye. Die Busverbindung ist ziemlich gut ausgebaut. Von Ölüdeniz nach Fethiye fährt garantiert alle 15 Minuten ein Minibus (etwa 10 Lira pro Person, 20 Minuten Fahrt). In Fethiye kann man bis zum Busbahnhof fahren, von dort aus geht es überallhin, etwa nach Marmaris usw. Wir sind allerdings nach Marmaris gefahren (etwa 40 Lira pro Person), und es hat uns nicht gefallen – 3 Stunden Fahrt pro Strecke! Auch in Marmaris kommt der Bus am Busbahnhof an, man muss in einen Dolmuş umsteigen, der weiter zur Uferpromenade (Atatürk-Denkmal) oder noch weiter fährt, etwa nach İçmeler / Turunç. Den Minibus Ölüdeniz – Fethiye nutzt man bequem, um bis zur Abzweigung zum Hotel Garcia zu fahren. Von dort geht man zu Fuß zum Beginn des Lykischen Wegs. Außerdem kann man vom Strand mit demselben Dolmuş bis zur Seilbahn auf den Berg Babadağ fahren (die Seilbahn kostet 10 Dollar pro Person für Hin- und Rückfahrt). Der Busbahnhof heißt in der Türkei Otogar, die Haltestelle Durak.
Die Blaue Lagune – das ist so etwas wie ein Strand mit „Blauer Flagge“, in Wirklichkeit aber reine PR und ein Planschbecken! Geht man auf der Straße zum Strand, kostet schon die Zufahrt und sogar der Zugang zu Fuß Eintritt. Wenn man aber einfach zu Fuß am Strand entlangläuft, dann ... ist der Zutritt kostenlos) Diesen Lifehack kennen nur die einheimischen Urlauber, alle, die aus anderen Städten anreisen, zahlen Eintritt! Tatsächlich sind die Strände Belçekız und Kumburnu viel besser als die Blaue Lagune. Das Wasser hat gerade an den Stränden Belçekız und Kumburnu eine himmlische Farbe! Alle Strände sind zu Fuß erreichbar. Die Uferpromenade von Ölüdeniz ist für einen Spaziergang von etwa 40 Minuten von einem Ende zum anderen ausgelegt.
Das Schmetterlingstal – ein weiterer „Köder“ für Touristen. Man erreicht es per Boot oder mit dem Dolmuş, ebenfalls ab Punkt A. Der Minibus (ins Dorf Faralya) fährt einmal pro Stunde! Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten (es ist nicht die Endhaltestelle). Übrigens muss man nicht unbedingt ab Punkt A fahren, man kann den Dolmuş auch am Beginn des Pfads zum Lykischen Weg nehmen (am Ende des Strandes Belçekız, man muss ein Stück die Stufen hinauf zur Autostraße steigen). Der Dolmuş fährt anscheinend selten, aber der Lifehack ist folgender – an der Haltestelle „Schmetterlingstal“ steigt man aus, macht Fotos, und nach etwa 20 Minuten (das reicht für die Fotos) kommt derselbe Minibus zurück, und wir fahren zurück) Mehr gibt es dort nicht zu tun, und wenn ihr länger bleibt, wartet ihr noch eine Stunde auf den Minibus! Mit dem Dolmuş seht ihr das Tal nur von oben. Viele schreiben, der Abstieg nach unten sei sehr schwierig und obendrein sinnlos... Mit dem Boot kann man sich am Strand erholen, muss aber Eintritt zahlen. Der Strand ist keineswegs besser als der normale Strand von Ölüdeniz!
Sehenswürdigkeiten, die von Ölüdeniz aus erreichbar sind – das sind Pamukkale und die antiken Städte Demre, Myra, Kekova. Beide Ausflüge dauern einen ganzen Tag, und am besten fährt man mit einer organisierten Tour. Pamukkale muss man unbedingt besuchen! Demre, Myra, Kekova sind schön, bieten aber wenig Aussichten und Schönheiten, deshalb sind sie am Ende ermüdend...
Der Strand Kaputaş – wieder ein Marketingtrick der Türken für leichtgläubige Touristen) Es ist weit dorthin. Mit einem Mietwagen kann man natürlich hinfahren, die Aussicht ist da) Bei der Tour nach Demre, Myra, Kekova fährt man ebenfalls daran vorbei und bekommt ihn gezeigt. Aber mit dem Dolmuş oder gar mit dem Taxi lohnt sich die Anreise nicht!
Am Ende des Strandes Belçekız gibt es zwei Treppen: eine nach oben zur Autostraße – vom Wasser aus ist sie nicht gut zu sehen – und eine zweite, die vom Wasser aus gut sichtbar ist – Betonstufen. Wenn man auf der zweiten ein Stück hinaufsteigt, eröffnet sich ein herrlicher Blick auf Ölüdeniz. Wenn man die erste hinaufsteigt, gelangt man zur Haltestelle in Richtung Faralya und zum Beginn des „Ziegenpfads“, der zum Lykischen Weg führt.
Unten auf dem Foto seht ihr die Wasserfarbe in Ölüdeniz und in Fethiye. Die Fotos sind zur gleichen Zeit entstanden) In Fethiye gibt es eine lange Uferpromenade. Der beliebteste Teil ist der am Bootshafen, dort konzentrieren sich die Cafés. Aber dort ist es sehr windig, und anscheinend immer, denn alle Cafés sind zum Wasser hin mit transparenten Planen geschützt... Sie schützen nicht vor der Sonne, sondern gerade vor dem Wind)
Auf der Karte unten sind die Haltestellen der lokalen Dolmuş-Minibusse (Ölüdeniz – Fethiye) und der Fernbusse (Busbahnhof) markiert. Mit Pfeilen ist der Hauptteil der Promenade von Fethiye gekennzeichnet. Wenn man von diesem Abschnitt weiter nach rechts geht, kommt nichts Neues und Interessantes mehr. In der Gegend des Hafens gibt es sogar einige historische Festungsruinen für Geschichtsliebhaber.
Der Berg Babadağ – die Wiege des Paragliding
Übersetzt bedeutet Babadağ „Vaterberg“. Paragliding ist hier das türkische Gleitschirmfliegen) Genau deshalb kommen Menschen aus aller Welt hierher! Ein Flug über die Bucht von Ölüdeniz – was könnte schöner sein?! Paragliding gilt als riskant, aber nicht mehr als ein Fallschirmsprung) Für Paragliding braucht man keinerlei Vorbereitung, denn der Flug findet im Tandem mit einem Fluglehrer statt. Alle Fluglehrer sind einheimische Türken. Auf den Straßen der Stadt kostet es 80 Dollar, im Hotel bei den Guides 100 Dollar. Das ist ohne Fotos! Selbst Fotos machen darf man nicht! Euch fotografiert während des gesamten Fluges euer Tandempilot. Aber danach will er dafür ein bisschen Geld... Beim Guide kosten diese Fotos 40 Dollar, und die Jungs von der Straße verlangen 20 Dollar! Überlegt also, wo ihr den Flug bucht... Man wird am Strand abgeholt und etwa 40 Minuten auf den Babadağ gefahren. Von dort startet man. Die Landung erfolgt direkt am Strand. Auf den Babadağ kommt man auch mit der Seilbahn. Die Talstation liegt so, dass man mit dem Dolmuş in Richtung Fethiye vom Strand aus (Haltestelle A auf der Karte) dorthin fährt. Die Fahrt dauert etwa 5 Minuten. Außerdem kann man den Babadağ zu Fuß erreichen, auf dem Lykischen Weg (das ist ganz sicher weder ein kurzer noch ein schneller Weg). Wer gerne wandert, geht natürlich zu Fuß, die Aussicht lohnt sich. Wenn es einem vor allem um die Aussicht geht, ist es am besten entweder Paragliding oder zu Fuß vom Hotel Garcia bis zum Beginn des Lykischen Wegs und dann noch 2–3 km weiter. Das reicht vollkommen, um die besten Ausblicke auf Ölüdeniz zu sehen und Panoramafotos zu machen!
Paragliding kann man von klein bis groß empfehlen! Beängstigend sind nur die ersten Sekunden, wenn man euch sagt, ihr sollt in den Abgrund rennen) Aber das sind wirklich nur Sekunden! Danach gibt es kein Unbehagen mehr, außer dem starken Wind etwa 30 Minuten lang) Zieht euch warm an! Lasst euch nicht täuschen, dass unten die Sonne brennt – auf dem Berg ist es schon frisch, und im Flug ist es sehr kalt! Unten auf dem Foto seht ihr die Plattform, auf der man ein paar Meter rennen muss, damit sich der Schirm öffnet.
Die antiken Städte Demre, Myra, Kekova – ein Ausflug in die Antike
Die Nikolauskirche in Demre – eine verlassene antike Ausgrabungsstätte mit leerem Sarkophag
Am besten fährt man aus der Region Fethiye / Ölüdeniz, die Strecke ist kürzer als ab Marmaris. Man kann auch aus der Region Kemer herfahren. Auf der Karte unten sind die Lage der antiken Stadt Myra (heutiger Name Demre) und der Insel Kekova mit ihren versunkenen Städten eingezeichnet. Der Tagesausflug dauert den ganzen Tag. Tatsächlich verbringt man aber die meiste Zeit auf der Straße... Die erste Station zur Besichtigung ist die Kirche des heiligen Nikolaus des Wundertäters – Erzbischof von Myra in Lykien! Ja, genau des legendären Nikolaus, er hat hier gelebt und den Menschen mit Glauben und Treue gedient, hier hat er seine Wunder gewirkt! Gläubige erwarten gemischte Gefühle) Man führt euch in einen Ikonenladen!!! Man wird euch erzählen, wie handgemacht und wundertätig die Ikonen seien... Das Ganze wirkt wie ein Souvenirladen( Die Kirche selbst ist danach eine Ausgrabungsstätte, die offensichtlich verlassen ist und niemanden interessiert! Hauptsache, man hat eine Schranke aufgestellt und kassiert Eintritt (etwa 40 Lira). Im Inneren steht ein Sarkophag, in dem die Reliquien des heiligen Nikolaus aufbewahrt wurden und aus dem sie gestohlen wurden. Früher haben die Menschen zumindest den Sarkophag berührt, aber die Türken haben ihn auch noch hinter Glas gesetzt) In der Türkei ist nur ein kleiner Teil der Reliquien des Nikolaus geblieben, und die hat man dem Museum übergeben!!! Der Hauptteil der Reliquien wurde gestohlen und nach Italien gebracht (Bari und Venedig) – nicht ohne Grund. In der italienischen Stadt Bari hat man eine ganze Kirche gebaut und bewacht sie, und die Gläubigen dürfen nach dem Gottesdienst die Reliquien berühren. In der Türkei geht man mit den Überresten von Toten anders um, genauso wie mit Ikonen – für ihren Glauben bedeuten sie nichts. Deshalb ist die Nikolauskirche in Demre ein weiterer türkischer Marketingtrick für die „Leichtgläubigen“. Spiritualität gibt es hier nicht.
Lykische Felsengräber und das Amphitheater – eine Sehenswürdigkeit in Demre
Von der Nikolauskirche sind es bis zu 10 Minuten Fahrt. Der Eintritt ist ebenfalls kostenpflichtig. Auf dem Foto unten ist alles zu sehen, mehr gibt es nicht anzuschauen) Trotzdem lohnt sich ein Halt hier. Die lykischen Felsengräber und das Amphitheater sind recht gut erhalten und interessant zu betrachten.
Die versunkene Insel Kekova und die versinkende Stadt Simena – Schönheit der Natur und Kraft der Elemente, das sollte man gesehen haben
Auf der Insel Kekova ist das Anlanden verboten. Man kann mit dem Boot hinfahren, und im Rahmen des Ausflugsprogramms geschieht das auch. Von Bord aus kann man die Überreste antiker Siedlungen betrachten, darunter einen versunkenen Pier. Die versinkende antike Stadt Simena ist eine bewohnte Stadt, die allmählich im Wasser versinkt. Laut dem Guide beginnen die Übernachtungspreise dort bei 200–300 Dollar. Wofür, fragt man sich) Wenn man dort wohnt, kann man keinen Schritt vor die Tür setzen) Auf dem Foto sieht es schön aus, aber einziehen möchte man dort auf keinen Fall...
Der Lykische Weg – etwa 450 km lang, doch der malerischste Abschnitt liegt direkt über dem Ort Ölüdeniz
Wer gerne wandert, für den ist der Lykische Weg genau richtig! Wir beschreiben hier aber eine mehrstündige Wanderung mit dem Ziel, Ölüdeniz von einer Aussichtsplattform aus zu überblicken. Der Beginn des gesamten Lykischen Wegs liegt gerade bei Ölüdeniz, genauer gesagt im Ort Ovacık. Von der Autostraße aus ist das Hinweisschild zum Hotel Garcia (Garcia Resort & Spa - Ultra All Inclusive) gut zu sehen. Folgt man ihm, gelangt man zum nächsten Schild zum Lician Way. Ab diesem Schild folgen noch etwa 1,5–2 km Schotterweg, der für Autos völlig geeignet ist. Nach diesen 1,5–2 km kommt die Aussichtsplattform, von der sich der beste Blick auf Ölüdeniz eröffnet! So kann man sogar mit dem Auto hinfahren, wenn man keine Lust hat zu wandern) Von dieser Aussichtsplattform zeigt links ein Schild nach Babadağ, nach unten nach Ölüdeniz und zurück nach Ovacık. Wer möchte, kann noch einige Kilometer in Richtung Berg Babadağ weiterwandern, aber die Aussichten sind dieselben, nur die Höhe ändert sich, genauer gesagt, sie nimmt zu)
Das Schild nach unten, nach Ölüdeniz – das ist ein lustiger Pfad! Ehrlich gesagt würden wir niemandem empfehlen, ihm zu folgen!!! Wir sind auf ihm vom Ende des Strandes Belçekız in Ölüdeniz zum Lykischen Weg hinaufgestiegen. Unterwegs trafen wir Leute, die die Hälfte geschafft hatten und umgekehrt sind, weil sie an den Felsabschnitt gekommen waren, dem unten in Fotos und Videos viel Aufmerksamkeit gewidmet ist) Dieser ganze Ziegenpfad folgt den „grünen Punkten“ – Markierungen auf den Steinen. Der gesamte Aufstieg ist eintönig und ziemlich erträglich, trotz des feinen losen Gerölls, das einem einfach unter den Füßen wegrutscht... Der Felsabschnitt in der Mitte des Weges aber ist etwas ganz Besonderes) Man kann hinüberklettern – wir haben es ausprobiert, aber von entspannt kann keine Rede sein))) Die Hände waren schweißnass, zum Glück zitterten wenigstens die Beine nicht) Der Abschnitt ist natürlich eher für Kletterer gedacht, es ist sogar ein Bolzen zur Sicherung in den Fels geschraubt. Mit anderen Worten: Ob ihr diesen Pfad geht oder nicht, müsst ihr allein entscheiden.
Neuen Kommentar hinzufügen